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KINOBESUCH  –  SHAKESPEARE  VS.  AGATHA  CHRISTIE  (07.2018)

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Friends, Romans, Countrymen,
lend me your ears

Kenneth Branagh ist einer der klügsten Regisseure, wenn es darum geht, Werke von William Shakespeare für die Leinwand zu adaptieren. Sein Henry V. von (1989) und insbesondere sein Hamlet (1996) setzen noch immer Maßstäbe. In beiden Werken spielt Branagh die Hauptrolle, was aufgrund seines tiefen Werk- und Figurenverständnisses zu Inszenierungen führt, an denen andere Regisseure und Schauspieler reihenweise scheitern.
       Nun hat Kenneth Branagh im Jahr 2017 auch den "Mord im Orientexpress" von Agatha Christie auf die Leinwand gebracht. Es handelt sich hierbei um eine Romanadaption, die sich in einem einzigen Punkt zwar nur marginal und wohl eher zufällig, aber dennoch mit einem der bedeutendsten Ereignisse der europäischen Geschichte deckt. Shakespeare wiederum hat nun seinerzeit um dieses eine Ereignis, von dem noch die Rede sein wird, ein historisches Drama gestrickt. Weiß man von diesem einen Ereignis, von Shakespeare und von Kenneth Branagh, der ja gleichsam mit diesem einzigen, mit diesem ausschlaggebenden Ereignis bekannt sein muss; dann wird einem durch das Wissen darüber (wie durch das Wissen überhaupt) die nackte Unterhaltung vergällt. Shakespeare im Kopf zu haben und Agatha Christie vor Augen ist Qual.
       Wenden wir uns dem kurz zu, um uns danach erheben zu lassen …

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